Carsten Brauer “Zum Neuen Jahr”


Glaube! Liebe! Hoffnung!
Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Liebe Wattenheimerinnen, liebe Wattenheimer, lassen Sie mich das Jahr mit diesem tiefsten christlichen Sinnspruch beginnen, denn diese Worte passen, unabhängig davon an was wir glauben mögen. Da ist der Glaube daran, dass nach zwei Pandemie Jahren in diesem Jahr das Virus irgendwie wieder zu dem wird was es einst war. Nicht mehr als eine Erkältung! Hoffnung, dass wir uns als Familien, als Freunde, als Wattenheimer wieder treffen können und unbeschwert, leicht und frei alles genießen können, was das Zwischenmenschliche ausmacht.

Liebe! Es ist die Liebe die wir zwar unserem direkten Gegenüber zu Teil werden lassen konnten in den letzten beiden Jahren, aber nicht die fröhliche Nächsten-Liebe die aus dem freundlichen Miteinander spricht. Dass, was wir täglich gemeinsam im Dorf geben und empfangen können. Dieser Zusammenhalt ist was uns ausmacht als Gemeinde. Halten Sie daran fest auch in der Zeit in der wir als einzelne nicht viel davon zeigen können. Wir können unterschiedliche Meinungen haben, aber wir haben uns! Diese Nächsten-Liebe ist das unsichtbare Band, welches in den Vereinen und Nachbarschaften wirkt, wo die Einen den Anderen helfen oder eine Gruppe für die Gemeinschaft etwas auf die Beine stellt. Durch die Pandemie wird an diesem Band gezerrt. Vieles ist nicht machbar und statt in Gemeinschaft zu erblühen, ziehenwir uns ins Private zurück. Wir dürfen uns dabei nicht täuschen, diese Entwicklung gab es auch bereits vor der Pandemie. Es ist aber wichtig, dass wir uns nach der Pandemie wieder erinnern und bereit dafür sind, an unserer Dorfgemeinschaft mitzuarbeiten. Da soll sich auch keiner überfordern. Wenn viele Menschen, viele kleine Dinge tun und sich irgendwie einbringen, kommt ein großer Wert zusammen. Dazu muss man auch nicht Mitglied in einem Verein sein, wenn Ihnen etwas wichtig ist, können Sie dazu auch mal ein Projekt ins Leben rufen und es finden sich Mitstreiter. Die Gemeinde stellt gerne mit dem Amtsblatt unter den Nicht-amtlichen-Nachrichten und mit der Home-Page eine Informationsplattform. Melden Sie sich bei uns. Per Mail, per Telefon, gerne auch persönlich, bei einer kurzen Besprechung.
Diese Liebe zum Dorf, zur Dorfgemeinschaft, zeigt sich aber nicht nur im Engagement für das gesellschaftliche, soziale Leben. Es gilt auch für die politische Meinung und Ihre Ideen und Anregungen. Hier stehen Ihnen bei unseren Wählergruppen und den beiden Parteien offene Ohren bereit und selbstverständlich auch bei den Beigeordneten und mir. Wer etwas verändern will, muss sich engagieren! Das gilt besonders auf der Ebene der Kommune. Hier gilt, man kann auch mal motzen, aber wer Veränderung möchte und unzufrieden ist, muss selbst ran!

Dieser Text ersetzt keinen Neujahrsempfang, das ist klar. Es gebe noch viele Sachthemen zu denen etwas zu schreiben wäre. Doch diese wichtigen Grundlagen für unsere Gemeinde waren mir zu Beginn des neuen Jahres wichtiger als Baugebiete, Straßen und Haushaltszahlen. Ich wünsche uns allen ein schönes, glückliches und gesundes Neues Jahr 2022, in Gemeinschaft!

Liebe Grüße
Ihr Carsten Brauer, Ortsbürgermeiste